Keiner
wird bestreiten können, dass wir alle stetig auf der Suche nach guten
Partnern sind. Egal ob im privaten Bereich oder im Business. Wir nennen
es Freunde, Lebensgefährte, Partner oder Kooperationen usw.
Die
Grundlage aller Beziehungen bildet zweifelsohne der Begriff
„Vertrauen“. Doch was ist Vertrauen? Es ist doch ziemlich schwierig
einen Begriff wie Vertrauen zu definieren. Wir bewegen uns nämlich auf
einem Terrain, das zu einem Teil emotional zum anderen aber auch
kognitiv ist. Beides benötigen wir, um Vertrauen zu bilden. Und beide
Komponenten entscheiden auch über MISS-Trauen.
Was sind die Stoffe aus denen wahrhaftige und wertvolle Beziehungen gemacht sind?
Wir haben einmal versucht, die wichtigsten Aspekte von guten (Geschäfts-)Beziehungen zusammen zu fassen:
- Akzeptanz eines gemeinsamen Wertesystems: Dies können Gesetze, Regelungen, Verträge und manchmal sogar religiöse Einstellungen sein
- Gegenseitige Achtung und Wahrung von Rechten und Pflichten: Schaffung einer Basis auf gleicher Augenhöhe
- Klare Kommunikation: Offenheit und Ehrlichkeit ohne verletzende Artikulation und verbindliche Zusagen/Aussagen. Notfalls einmal mehr als einmal zu wenig FRAGEN.
- Gegenseitige Kompromissbereitschaft: Einigungen müssen nicht immer sein, aber auch die Zugeständnisse sollten sich die Waage halten.
- Solidarität und Loyalität: Man kennt das, wenn es heißt: „… in guten und in schlechten Zeiten.“
- Ein ernstgemeintes Pardon: Vor Fehlern sind wir nicht gefeit, aber vor einer Entschuldigung sollten wir es auch nicht sein. Wirkt Wunder und heilt kleinere „Wunden“.
- Gegenseitiges Vertrauen: Oftmals auch Bauchgefühl und die Bestätigung der kognitiven Komponente
Sicherlich
gibt es noch weitere Punkte, um die man diese Liste ergänzen kann. Ein
gemeinsames Wertesystem mag zwar ein sehr weitläufiger Begriff sein.
Allerdings deckt ein bewährtes und gutes Wertesystem vieles ab. Übrigens
gilt es auch andere Wertesysteme zu tolerieren. Ob man sich dazu
bekennen möchte ist eine Entscheidung, die getroffen werden muss, wenn
man eine „Beziehung“ eingehen möchte. Allerdings sollte man sich
tatsächlich zuvor mit diesem Wertesystem beschäftigen, um eine bewusste
Entscheidung treffen zu können. Ein „… wusste ich aber nicht.“ wird zum
Schluss keinen zufrieden stellen.
Empfehlenswert
ist es jedoch tatsächlich, dass man sich Notizen – am besten
schriftlich – macht und diese jedem Part zugänglich gemacht werden. Das
ist kein Indiz für MISS-Trauen, sondern ist im Zweifelsfall für alle
Beteiligten einfacher zu Händeln, wenn es unterschiedliche Aussagen zu
einer Sache gibt. Denn oft lässt einen im Eifer des Gefechts das
Gedächtnis etwas im Stich und man weiß dann nicht mehr, was man wie und
wann machen sollte.
Ganz
außer Frage steht jedoch, dass die mehrmalige Verletzung und Ignoranz
einer oder mehrerer dieser Punkte zwangsläufig zu folgendem
(Ent-)Schluss führen wird: dem (Ab-)Bruch.
Oft
gehen zusammen mit einer zu Bruch gegangenen (Geschäfts-)Beziehung auch
Enttäuschungen einher. Selbst im Business-Alltag verliert man wertvolle
Freundschaften.
In
einer Unterredung zwischen zwei Menschen – dem ich „zufällig“ beiwohnen
durfte - fragte der Eine den Anderen: „Warum funktionieren
Partnerschaften so selten oder gar nicht?“. Die Antwort war: „Weil immer
einer von beiden meint, er wäre der Bessere oder Stärkere.“. Klingt
simpel, aber wenn man sich auf diesen Satz einlässt, wird einem klar:
Stimmt und zwar ohne eigentlich.
Beziehungen
sind weitaus mehr als nur Verbindungen von A zu B. Es sind keine
mathematischen Gleichungen. Wir stehen mit allen und allem in einer
Beziehung. Es wäre zu einfach gedacht zu sagen, aber die Anderen haben
oder haben nicht, denn wir bestimmen maßgeblich mit, ob es wahre
Freundschaften oder richtige Feindschaften werden.
Im
Businessleben ist das nicht anders. Unser BusinessLeben besteht aus
ernstzunehmenden Beziehungen mit Menschen – für Menschen.
Henry Ford hat es einmal so gesagt: „Ein Geschäft, welches nur Geld bringt, ist kein gutes Geschäft.“
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