Freitag, 22. Juni 2012

Der Stoff aus dem gute (Geschäfts-)Beziehungen gemacht werden

Keiner wird bestreiten können, dass wir alle stetig auf der Suche nach guten Partnern sind. Egal ob im privaten Bereich oder im Business. Wir nennen es Freunde, Lebensgefährte, Partner oder Kooperationen usw.

Die Grundlage aller Beziehungen bildet zweifelsohne der Begriff „Vertrauen“. Doch was ist Vertrauen? Es ist doch ziemlich schwierig einen Begriff wie Vertrauen zu definieren. Wir bewegen uns nämlich auf einem Terrain, das zu einem Teil emotional zum anderen aber auch kognitiv ist. Beides benötigen wir, um Vertrauen zu bilden. Und beide Komponenten entscheiden auch über MISS-Trauen.

Was sind die Stoffe aus denen wahrhaftige und wertvolle Beziehungen gemacht sind?

Wir haben einmal versucht, die wichtigsten Aspekte von guten (Geschäfts-)Beziehungen zusammen zu fassen:

  1. Akzeptanz eines gemeinsamen Wertesystems: Dies können Gesetze, Regelungen, Verträge und manchmal sogar religiöse Einstellungen sein
  2. Gegenseitige Achtung und Wahrung von Rechten und Pflichten: Schaffung einer Basis auf gleicher Augenhöhe
  3.  Klare Kommunikation: Offenheit und Ehrlichkeit ohne verletzende Artikulation und verbindliche Zusagen/Aussagen. Notfalls einmal mehr als einmal zu wenig FRAGEN.
  4.  Gegenseitige Kompromissbereitschaft: Einigungen müssen nicht immer sein, aber auch die Zugeständnisse sollten sich die Waage halten.
  5.  Solidarität und Loyalität: Man kennt das, wenn es heißt: „… in guten und in schlechten Zeiten.“
  6.  Ein ernstgemeintes Pardon: Vor Fehlern sind wir nicht gefeit, aber vor einer Entschuldigung sollten wir es auch nicht sein. Wirkt Wunder und heilt kleinere „Wunden“.
  7.  Gegenseitiges Vertrauen: Oftmals auch Bauchgefühl und die Bestätigung der kognitiven Komponente

Sicherlich gibt es noch weitere Punkte, um die man diese Liste ergänzen kann. Ein gemeinsames Wertesystem mag zwar ein sehr weitläufiger Begriff sein. Allerdings deckt ein bewährtes und gutes Wertesystem vieles ab. Übrigens gilt es auch andere Wertesysteme zu tolerieren. Ob man sich dazu bekennen möchte ist eine Entscheidung, die getroffen werden muss, wenn man eine „Beziehung“ eingehen möchte. Allerdings sollte man sich tatsächlich zuvor mit diesem Wertesystem beschäftigen, um eine bewusste Entscheidung treffen zu können. Ein „… wusste ich aber nicht.“ wird zum Schluss keinen zufrieden stellen.

Empfehlenswert ist es jedoch tatsächlich, dass man sich Notizen – am besten schriftlich – macht und diese jedem Part zugänglich gemacht werden. Das ist kein Indiz für MISS-Trauen, sondern ist im Zweifelsfall für alle Beteiligten einfacher zu Händeln, wenn es unterschiedliche Aussagen zu einer Sache gibt. Denn oft lässt einen im Eifer des Gefechts das Gedächtnis etwas im Stich und man weiß dann nicht mehr, was man wie und wann machen sollte.

Ganz außer Frage steht jedoch, dass die mehrmalige Verletzung und Ignoranz einer oder mehrerer dieser Punkte zwangsläufig zu folgendem (Ent-)Schluss führen wird: dem (Ab-)Bruch.  

Oft gehen zusammen mit einer zu Bruch gegangenen (Geschäfts-)Beziehung auch Enttäuschungen einher. Selbst im Business-Alltag verliert man wertvolle Freundschaften.

In einer Unterredung zwischen zwei Menschen – dem ich „zufällig“ beiwohnen durfte -  fragte der Eine den Anderen: „Warum funktionieren Partnerschaften so selten oder gar nicht?“. Die Antwort war: „Weil immer einer von beiden meint, er wäre der Bessere oder Stärkere.“. Klingt simpel, aber wenn man sich auf diesen Satz einlässt, wird einem klar: Stimmt und zwar ohne eigentlich.

Beziehungen sind weitaus mehr als nur Verbindungen von A zu B. Es sind keine mathematischen Gleichungen. Wir stehen mit allen und allem in einer Beziehung. Es wäre zu einfach gedacht zu sagen, aber die Anderen haben oder haben nicht, denn wir bestimmen maßgeblich mit, ob es wahre Freundschaften oder richtige Feindschaften werden.

Im Businessleben ist das nicht anders. Unser BusinessLeben besteht aus ernstzunehmenden Beziehungen mit Menschen – für Menschen.

Henry Ford hat es einmal so gesagt: „Ein Geschäft, welches nur Geld bringt, ist kein gutes Geschäft.“  

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen